Tongariro Alpine Crossing

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Wohl der Klassiker unter den Tagestrips auf der Nordinsel. Ein 19,4 km langer One Way Track, den man an einem Tag laufen kann. Der Touristen Highway schlechthin, selbst jetzt in der Nebensaison noch gut besucht, möchte ich mir gar nicht vorstellen was für Verhältnisse dort im Sommer herschen, wenn mehr als 700 Touris täglich das Crossing machen.

Der Tongariro Nationalpark – eine Vulkanismus geprägte Landschaft. Überall ragen Vulkane aus der kargen Landschaft heraus. Krater wohin das Auge reicht, es dampft und raucht an vielen Stellen und das Vulkangestein bzw. die Lavaströme haben unreale Farben! Bekannt wurde die Gegend auch durch die Herr der Ringe Filme – der aktive Mount Ngauruhoe mit seinen 2.291 m ist der Drehort für den Schicksalsberg, den Mount Doom.

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Ein Must Do der Nordinsel also. Muss ich mitnehmen! Nachdem das Wetter auch gut aussah entschlossen wir uns Mittwoch als den Tag zum Laufen festzulegen. Wir kamen an und das Wetter sah schon relativ viel versprechend aus. Am nächsten Morgen war es dann perfekt! Früh morgens begrüßte uns ein klarer Himmel – zwar ein wenig frisch aber alles in allem super angenehm zu laufen!

Anke und Sarah haben sich noch schnell gute Schuhe ausgeliehen und am nächsten Tag klingelte auch schon gegen 6 Uhr früh der Wetter. Wir starteten den Walk gegen halb 8 in ziemlicher Kälte, aber immer mit Blick auf die schneebedeckten Vulkanberge. Ausgehend von Mangatepopo Valley auf rund 1100 m Höhe folgte der Track ziemlich einfach und flach zu den Soda Springs.

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Dann wurde es schlagartig steiler, zwischen Tongariro und Ngauruhoe sind die so genannten Devil’s Staircase (Treppenhaus des Teufels), die auf den 1.600 m hohen Sattel führen. Ab einer gewissen Höhe liefen wir dann auch wieder in der Sonne und es wurde wärmer. Die Sicht ins Tal zurück mit der aufgehenden Sonne lies die Treppen etwas schneller vorüber gehen.

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Angelangt im Südkrater, liefen wir durch Schnee in Richtung Red Crater, einen 1.886 m hohen immer noch aktiven Vulkan und zeitgleich höchster Punkt des Crossings. Vom Südkrater aus hatten wir eine spektakuläre Sicht auf Mount Doom. Und es sah ziemlich geil aus! Der Schnee in Verbindung mit den rot gefärbten Gestein an der Spitze sah schon klasse aus. Immer mit Mount Doom im Hintergrund ging es schließlich über einen Sattel hoch auf den Red Crater.

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Angekommen beim Red Crater war der Name Programm! Der Krater ist mega rot. Durch erstarrte Lavaströme haben sich diese Farben gebildet. Eine letzte Steigung ging es dann noch hoch und wir sahen die Emerald Lakes! Es wurde noch unwirklicher und man hatte endgültig das Gefühl in einer Welt zu stehen, wo jemand mal mit Photoshop rüber gegangen ist. Die Emerald Lakes sind ultra schwefelhaltige Seen, die in einem unwirklichen Giftgrün leuchten – einfach überwältigend!

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Anschließend ging es an den Lakes vorbei über eine Ebene zu einem mit Wasser gefüllten Krater, bevor es wieder auf etwa 800 m hinab in den Wald zum Ende des Crossing ging. Vorbei ging es dabei an der Ketetahi Hütte, die durch einen Ausbruch 2012 schwer beschädigt wurde. Daran wurde mir nochmal klar wie aktiv das ganze Gebiet noch ist.

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Alles in Allem ein geiler Tagesausflug! Nicht technisch sonderlich schwer zu laufen und gut präpariert, aber dennoch nicht zu unterschätzen, wie man sehr gut an einem Landsmann, der am selben Tag dort oben war, sehen kann. Der Volldepp (kann man nicht anders beschreiben) ist doch tatsächlich in Shorts und Nikes da hoch gegangen und hat ganz schnell seine Quittung dafür bekommen (Link zum Zeitungsartikel) – selber Schuld und hoffentlich war es ihm eine Lehre. Im Sommer sicherlich kein Problem so zu starten, aber nun mit Schnee und Eis nicht die beste Idee.

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Published by

Daniel Ernst

26 year old self taught photographer. Currently travelling around the world; at the moment New Zealand.

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