Pouakai Circiut

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Regen, Regen, Regen – so ähnlich sah die Vorhersage für New Plymouth für die nächsten Tage aus. Super! Den Mt. Taranaki habe ich bisher kein einziges mal sehen können und meine Enttäuschung war groß. Aber naja, paar Tage ausgeharrt und dann: 2 Tage gutes Wetter gemeldet! Also mit Anke, Sarah und Felix getroffen und bisschen eingekauft und am nächsten Tag fuhren wir auch shcon zum Fuße des Berges.

Und endlich sahen wir ihn! Es wirkt echt schon unwirklich, wie der perfekt geformte Vulkan da aus der sonst flachen Landschaft rausragt mit seinen 2.518 m. Wie man sieht hatten wir besten Wetter am ersten Tag.

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Vom Visitor Center folgte der Weg erst einmal den Berg nach oben, um von dort direkt an der Flanke entlang zu gehen. Die ganze Zeit hatten wir den schneebedeckten Gipfel dabei im Blick. Je nachdem ob wir im Windschatten waren, war es bitterkalt oder warm. Also schönes Jacke an – Jacke aus Wetter. Der Weg war nach den starken Regenfällen der letzten Tage auch mehr zum Schlammweg geworden. Wir standen meistens bis zum Knöchel in entweder Wasser oder Schlamm – manchmal auch tiefer. Irgendwann hatten wir uns damit aber abgefunden nasse Füße zu haben.

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Irgendwann führte der Weg wieder runter in ein Tal rein. Das ganze Tal bestand aus einer Sumpflandschaft – also wurde es noch schlammiger und nasser. Aber die Landschaft war klasse – die Sonne tauchte bereits alles in eine leichte Abendstimmung.

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Nachdem wir die Sumpflandschaft hinter uns gelassen haben, folgten wir dem Weg über eine endlos fühlende Treppe einen Berg hoch. Durch dichten Wald und umso mehr Schlamm gelangten wir oben auf einen Sattel von dem wir super Aussicht auf die Küstenlinie hatten. Dadurch, dass die Gegend eine Halbinsel ist, hatten wir 180° Meerblick. Und wunderbaren Blick auf den Vulkan, den wir auch für ein paar Selfies nutzten. Das Bild wo wir alle springen wollten hat zwar nicht so geklappt wie vorgestellt, aber paar nette Bilder sind es trotzdem geworden!

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Die Hütte lag etwas unterhalb von dem Sattel und war dadurch nicht so sehr dem Wind ausgesetzt, der da oben mit ziemlicher Kraft rüber fegte. In der Hütte reservierten wir uns erstmal unseren Schlafplatz, packten paar Dinge aus und liefen wieder hoch auf den Sattel. Die Sonne näherte sich immer mehr dem Horizont und das Licht begann echt klasse zu werden. Mt. Taranaki wurde mit einem orange / rot angestrahlt und die Tussocklandschaft davor erstrahlte im Licht der Sonne. Außerdem gibt es den Weg etwas weiter entlang einen sehr fotogenen Teich. In diesem spiegelt sich die Spitze des Vulkans – bei Sonnenuntergang ein mega Bild! Das dachten sich auch noch 2 andere Fotografen, die nur wegen dem Bild hoch kamen – noch nicht mal den richtigen Weg, den wir gingen, sondern über eine Abkürzung, wodurch dass statt 8h nur 2h dauert… Gut, die Spiegelung ist da, wenn es absolut windstill ist. Bei uns hat es leider gewindet wie sonst was, wodurch wir leider kaum Spiegelung hatten. Trotzdem war der Sonnenuntergang an dieser Stelle das mit der schönste Moment der Wanderung. Paar Bilder sind hier wieder von Felix – klickt mal bei ihm rein

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Anschließend gingen wir in die Hütte zurück, versuchten den Ofen anzumachen (was nach ein paar Missversuchen auch gelang) und aßen unseres provisorische Abendessen. Nach einer Zeit war es dann stockfinster und der Kern der Milchstraße begann direkt neben dem Mt Taranaki aufzugehen. Zeit für Fotos! Also wieder dick eingepackt um gegen die gefühlte Minusgrade plus dem Wind anzukommen und hoch auf den Sattel. Die Sterne funkelten wieder so hell wie überall hier und die Milchstraße erhob sich direkt über New Plymouth, der Stadt am Horizont. Ich spielte ein wenig mit meiner Kopflampe rum und wollte den Strahl des Lichts mit im Bild haben. Nach ein paar Versuchen hat das auch echt klasse geklappt – durch die Eiseskälte musste ich nur in den Lichtstrahl hauchen und der Rest erledigte sich von selber.

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Als wir in die Hütte zurückkamen war dort durch den Ofen bereits eine gemütliche Temperatur und wir laberten noch ein wenig bevor es dann in den Schlafsack ging. Am nächsten Morgen dann ein kleiner Schock: Das vorhergesagte gute Wetter blieb aus, stattdessen hing eine dichte Wolke über der Landschaft – es regnete wie wild und der Wind war super stark. Scheiße – heute stehen nochmal 8h an bis zum Auto, und bei den Verhältnissen über einen Bergkamm laufen wird sicherlich ungemütlich. Also so lang wie es ging in der Hütte verbracht und gehofft, dass sich das Wetter doch noch etwas bessert. Schön gefrühstückt, Tee getrunken und abgewartet.

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Das Wetter besserte sich zum Glück etwas. Die dicke Wolke verzog sich und der Wind lies etwas nach – perfekte Zeit zum Aufbruch! Der Rückweg war leider nicht mehr ganz so spektakulär wie der Hinweg. Der Berg hing in den Wolken, der Weg war mega schlammig und hatte viele Treppenstufen. Zudem führte der letzte Teil durch einen ziemlich rutschigen und nassen Wald.

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Alles in allem aber 2 super Tage! :-)

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Published by

Daniel Ernst

26 year old self taught photographer. Currently travelling around the world; at the moment New Zealand.

3 thoughts on “Pouakai Circiut”

  1. wow Daniel und wieder eine tolle lesens und sehenswerte story behind…und der Abstieg/Rückweg in nassem Wetter selbst der ist alles andere als unspektakulär…Regenbogen, Holzstege wie im Hohen Venn, Urwaldähnliche verschlungene verwurzelte Wege wie in der tiefsten Eifel:-) oder Hängebrücken like Geierlay…einfach alles so konzentriert auf einem Trail, wow…that’s NZ
    Interessant deine Sichtweise bezüglich der Südinsel-Westküste und deren Gletscher aber voll verständlich, durch deine Beschreibungen hier hat man so viele Optionen tolle Wege zu gehn, abseits von allem um der Schar der Touris auszuweichen…ohh Vor Freude 2018 werden wir es life sehn…
    Deine Berichte erzeugen “Wanderlust” und das ist gut so.
    vg

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