Wanaka | Mt. Roy bei Nacht

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Neuer Blogeintrag – neuer Berg! Wobei nicht so ganz neu. Tatsächlich war ich schon mal im November auf dem Mt. Roy, allerdings nur in Form einer Tageswanderung. Daraus sollte jetzt eine Übernacht Wanderung werden. Zusammen mit Anna, Felix und Shaun brach ich gegen Nachmittag auf, das Ziel: Die Nacht auf dem Gipfel zu campen. Wie es sich herausstellte wurde diese Tour zu eine der Besten bisher. Ebenso wegen den Leuten mit denen ich oben war, aber auch wegen einer atemberaubenden Landschaft, die in der letzten und in der ersten Stunde des Tages noch spektakulärer wurde, wie angenommen!

Übrigens ist dies der erste Blogeintrag, indem nicht alle Bilder nur von mir geschossen wurden. Mein Kumpel Felix hat mir freundlicherweise erlaubt ein paar seiner Bilder hier zu veröffenltichen! Klickt auch mal seiner Seite rein – super Bilder von seiner Weltreise!
Zurück zum Weg, welcher hoch zum Gipfel dieses mal noch genauso quälend und steil war, wie beim ersten Aufstieg – 3 Stunden stupides bergauf Laufen, mit vollgepacktem Rucksack. Doch die untergehende Sonne im Blick war in gewisser Weise eine Entschädigung für die Qual.

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Am Sattel angekommen hing die Sonne bereits so tief und zudem noch teilweise hinter Wolken, dass einzelne Lichtstrahlen die Landschaft rund um Mt. Aspiring beleuchtete. Eine klasse Szene, links ging die Sonne unter, rechts hing der Mond bereits über der Bergkette.

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Wir kamen genau pünktlich zum Sonnenuntergang auf dem Gipfel an, die tiefstehende Sonne schien knapp oberhalb der Bergkuppen noch hinüber und verwandelte die ohnehin schon spektakuläre Landschaft in eine glühend rote Licht- und Schattenwelt – den markant schroffen und kantigen Grat des Mt. Roy’s glühend im Vordergrund, Lake Wanaka im Hintergrund bereits im Schatten gehüllt. Einfach nur atemberaubend!

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Mit der untergehenden Sonne bauten wir unser Camp für die Nacht auf. Der Platz war relativ schnell gefunden, da wir nicht viel Auswahl hatten auf dem Grat – was aber nicht weiter schlimm war, da wir von unserem Platz aus direkten Blick auf Mt. Aspiring hatten und gleichzeitig etwas windgeschützt waren. Noch schnell Abendessen und dann die Wecker stellen – 2 Uhr, 4 Uhr und 6 Uhr waren angedacht. Einmal um die Landschaft im Mondschein zu fotografieren, einen weiteren um nach Monduntergang die Sterne zu sehen und einen letzten selbstverständlich für den Sonnenaufgang und die Zeit davor und danach. Unsere kleine Zeltstadt sah dabei auch ganz schick aus – jedes Zelt hatte eine andere Farbe die im Licht der Stirnlampen erstrahlte.

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Um 2 Uhr früh klingelte dann der erste Wecker. Die Landschaft war eingetaucht in dem kühlen Licht des Mondes und es war eisig kalt. Im Tal glühten die orangenen Laternen von Wanaka und ergaben zusammen mit dem blau eingetauchten Nachthimmel ein schönes Farbspiel. Für die Milchstraße war es zu dieser Zeit noch zu hell – wir mussten den Monduntergang abwarten.

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4 Uhr der nächste Wecker. Es war stockfinster! Der Mond war verschwunden und die Milchstraße erstreckte sich einmal quer über die Bergkette – ein 180° Panorama an Sternen. Und sie glühte und funkelte wie lange schon nicht mehr – wir haben eine der klarsten Nächte wohl erwischt!

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Gegen 6 Uhr klingelte der letzte Wecker. Der Horizont war bereits in ein leichtes gelb / orange getaucht und deutete schon den hervorstehenden Sonnenaufgang an. Ich machte das Weckkommando und wir gingen auf den Gipfel. Das Wetter hätte nicht besser sein können – keine einzige Wolke war am Himmel! Also alle raus aus dem Zelt und auf den Grat. Shaun und Anna haben sich es in ihrem Schlafsack gemütlich gemacht und Felix und ich standen mit Stativ unter Arm mit oben. Die Zeit vor dem Sonnenaufgang war schon fast spektakulärer als der Sonnenaufgang an sich. Der Gipfel auf dem wir saßen wurde in ein schwach orangenes Licht getaucht. Das Tal und Wanaka waren noch im Dunkeln und der Himmel färbte sich langsam von dunkelblau zu einem hellen Blauton, dass am Horizont in einem orangenem Verlauf endete.

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Als die Sonne dann hervortrat wurde aus der Eiseskälte endlich eine aushaltbare Temperatur. Der Berg begann wieder zu glühen – dieses mal noch extremer als beim Sonnenuntergang. Der Grat wurde nun von der anderen Richtung angestrahlt. Meiner Meinung nach noch schöner!

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Als dann schließlich das Tal auch in Sonne gehüllt war, hieß es für uns Abbau bevor die ganzen frühgestarteten Wanderer den Gipfel erreichen.

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Der Hike hoch zum Roy‘s Peak war schon immer einer meiner Favoriten und hat sich jetzt nur noch selber übertroffen – einfach wunderschön! Da schau ich auch über die Blasen und eine mögliche Infektion am Fuß (die ihn auf das Doppelte anschwellen ließ) hinweg. Nur eine Sache war nach dem Auftstieg sicher: Ich brauche noch eine Jacke. Die Kälte halte ich bald nicht mehr aus :-)

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Published by

Daniel Ernst

26 year old self taught photographer. Currently travelling around the world; at the moment New Zealand.

5 thoughts on “Wanaka | Mt. Roy bei Nacht”

  1. Hi Daniel, ich bin ganz zufällig auf deinen Blog gestoßen und als ich deine Bilder gesehen habe wollte ich sofort zurück nach Wanaka und hoch auf Mt. Roy um dort zu campen. Zum Glück flieg ich bald zurück auf die Südinsel. Ich hoffe wirklich, dass das Wetter passt und ich auch so ein schönes Erlebnis dort haben kann :) Deine Fotos haben mich echt inspiriert :)

    1. Hey Sarah,
      schön dass meine Bilder das bei dir ausgelöst haben, dann hab ich wohl alles richtig gemacht ;-)
      Wenn du die Chance hast, geh definitiv da hoch, entweder eine Nacht campen oder zumindest zum Sonnenaufgang – mein Highlight! :)
      liebe Grüße

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