Mt. Cook | Hooker Valley

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Der Mount Cook – Neuseelands höchster Berg mit 3.754 m überthront alles andere im Mount-Cook-Nationalpark. Etwa 140 Berge mit einer Höhe von 2.000 m sind dort auf einer Fläche von 707 km² verteilt. Rund 40 Prozent des Parks ist vergletschert. Alleine diese Eckdaten klingen nach einer spektakulären Landschaft, weshalb wir Anfang Januar einen 5 Tages Trip in die Region machten – und enttäuscht wurden wir nicht!

Benannt ist der Berg nach dem britischen Entdecker James Cook. Captain Stokes, der die Gegend 1851 kartographierte, benannte den Berg nach James Cook, da dieser 1769 als Erster die neuseeländischen Inseln umfahren und sie für Großbritannien eingenommen hatte. Offiziell besitzt der Berg noch einen zweiten Namen: Aoraki – aus der Māori-Sprache. Bedeuten tut dies soviel wie „Durchbohrer der Wolken“.

Früh morgens brachen wir auf, knapp 5h Fahrt vor uns bis nach Mount Cook Village. Der Trip hat zudem auch mein Auszug aus Queenstown bedeutet – nun lebe ich im Auto, im Hostel oder wo es mich gerade hin verschlägt :) Die Fahrt dahin war wieder einmal voller Landschaften bei denen wir aus dem Staunen kaum raus kamen. Einer dieser Landschaften war der Lindis Pass, ein 971 m hoher Gebirgspass zwischen den Ortschaften Cromwell und Omarama. Runde Berge reihen sich hier aneinander und mitten durch führt die Passstraße. Das Landschaftsbild ist von gelb / orangen Tussock Büschen geprägt. Für mich war es total komisch, da vor ein paar Monaten dass alles noch saftiges grün war, was jetzt vertrocknetes gelb ist.

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Vom Lake Pukaki sahen wir dann bereits die Gebirgskette inklusive Mount Cook am Horizont. Allein dieser Anblick war total gegensätzlich – links das höchste Gebirge Neuseelands, rechts die große Flachebene, die Mackenzie Basin und mittendrin dieser unreale See. Der Lake Pukaki ist einer der größten Seen Neuseelands und durch einen permanenten Zufluss an Gletscherwasser aus dem angrenzenden Gebirge hat er eine unnatürlich wirkende blau / türkise Farbe, die durch feine Partikel aus dem Abrieb des Gletscheruntergrundes entsteht.

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Mehr zum Lake Pukaki in ein paar Tagen. Auf der Rückfahrt haben wir dort gecampt an einem wunderbaren Platz, direkt am See mit schönen Strand und klassen Sonnenuntergang. Der Weg in den Nationalpark führte entlang des Sees immer weiter in die mit Schnee und Gletscher bedeckten Berge

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Direkt als wir ankamen machten wir uns auf den Weg durch die Hooker Valley zum Terminal Face des Hooker Gletschers, welcher genau vor dem Mount Cook liegt. Aufgrund der Erderwärmung hat sich dort ein See gebildet, in dem ab und zu Eisberge schwimmen und welcher eine schöne Badetemperatur hat (~10°C). Also liefen wir knapp 2 h über einen gut ausgebauten Weg in die Valley und hatten ein Bad ;) Der Hike dorthin war nicht weniger spektakulär als der Rest. Man ist umringt von Bergen auf denen metersdicke Gletscher sitzen und im Vordergrund ist eine Faune wie in Südfrankreich.

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Kurz nach Beginn des Hikes steht ein Memorial von all denen, die ihr Leben an dem Berg gelassen haben. Rund um den Stein sind Tafeln mit Namen, Alter und Todesursache befestigt. Die meisten der Toten waren in meinem Alter +-5 Jahre und starben in einer Lawine oder in einer Gletscherspalte. In nächster Zeit dürften dort 3 neue Tafeln dazukommen – die eines Australiers und 2 bayrischer Bergsteiger, die aller Wahrscheinlichkeit nach in eine Gletscherspalte fielen. 2 Tage bevor wir kamen – schon ein komisches Gefühl dann auf den Berg zu blicken.

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Den Hike durch die Hooker Valley gingen wir in den nächsten Tagen noch 2 weitere Male. Dabei gingen wir kurz vor Sonnenuntergang los, was uns einen mega Blick auf Mt. Cook gewährte und wie dessen Spitze durch das Licht der untergehenden Sonne anfängt zu glühen. Dabei änderte sich das Bild des Berges im 5 Minuten Takt. Von Goldrot leuchtend bis zu schwachem rot kurz bevor die Sonne schließlich ganz verschwand.

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Nach dem Spektakel machten wir es uns auf einer Parkbank gemütlich, tranken ein paar Bier und ließen uns von unzähligen Sandfliegen beißen ;)

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Die andere Nacht gingen wir unter dem Licht des Mondes, der das ganze wirklich taghell erschienen lies, in die Valley. Am Hooker Lake angekommen hatten wir endlich einmal Glück – mitten im Wasser waren 2 große Eisberge und an den Ufern wurden bizarre Eisskulpturen angespült. Es hat heftig gestürmt und wir bekamen immer wieder eine Ladung Sand und Staub in die Augen, aber daneben hatte der starke Wind viele Staubwolken geschaffen, die den Berg hochgepustet wurden.

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Published by

Daniel Ernst

26 year old self taught photographer. Currently travelling around the world; at the moment New Zealand.

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