Ein letztes mal: Milford Sound

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Am Abend vor meiner Segeltour ging es mit Leon und Thorsten runter an das Ufer zum Fjord. Den Fjord bei so einem guten Wetter zu sehen, war auch für mich neu. Bei Ebbe geht das Wasser soweit zurück, dass wir ziemlich weit in den Fjord reinlaufen konnten.

Ganz vorne, kurz bevor das Wasser wieder ist, sind die Steine von einem unrealistisch wirkenden grünem Moos bedeckt. Man könnt jetzt meinen, dass die Farbe durch die Bearbeitung so ist, aber ungelogen: so sieht das dort echt aus – und mega rutschig ist es auch noch zudem. Den Sonnenuntergang dort vorne genossen wir dann mit dem ein oder anderen Bierchen ;)

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Mittags sind wir zurück zum Homer Tunnel gefahren mit dem eigentichen Ziel auf den Gertrude Saddle zu hiken. Leider wurde uns aber davon abgeraten, da dort noch Lawinengefahr herrschte und alpine Erfahrungen & Ausrüstung vorausgesetzt wurden. Die Fahrt zum Homer Tunnel war super – die Wolken hingen tief im Tal und befanden sich nur gefühlte 50 m über unseren Köpfen. Dazwischen kam hat die Sonne immer mal wieder ihren Weg gefunden und die tiefen Wolken schlängelten sich um die schroffen Berge.

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Am Ostportal des Tunnels hielten wir an, um dort den Hike – oder ich nenne es eher das “Auf allen vieren hochgekrabbel” – zur Steilwand mit ihren Wasserfällen und Schneefeldern zu starten. Auf den Weg dahin mussten wir das Geröllfeld queren, welches aus Mannshohen Steinen bestand, die alle mit bunten Moos bedeckt waren. Mich fasziniert sowas immer, wenn man mal bedenkt, was dort passiert sein muss, als sich diese ganzen Steine von der Felswand gelöst haben und in das Tal hinunter gedonnert sind. Wahrscheinlich eine sehr dumme Idee, aber ich wäre echt gerne mal dabei, wenn so ein Brocken runterrollt – auch wenn es wahrscheinlich das letzte wäre was ich sehe ;)

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Der Brocken im nächsten Bild hatte etwa die Größe eines Mehrfamilienhauses und war beim Aufprall in der Mitte auseinander gebrochen. Genau dort führte der “Weg” durch. Leider kann man die Größe auf den Bildern nicht so rüberbringen, da ein Vergleichsobjekt fehlt…

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Lieder mussten wir auf etwa halbem Wege abbrechen, da wie aus dem Nichts eine Wolke über die Bergspitzen kam und es plötzlich anfing zu schütten. War dann mit den Moos auf den Steinen und ohne entsprechende Kleidung etwas unsicher und deswegen machten kehrt. Zwei Bilder habe ich dennoch kurz vor Rückkehr hinbekommen. Oben links ist übrigens die Wolke, die den Schauer gebracht hat.

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Nach 2 Besuchen im Milford Sound kann ich jetzt sagen, dass ich den Spot erstmal abgehakt habe. Zwar noch lange nicht satt gesehen, aber noch einen Trip dorthin gibt es aller Voraussicht nicht mehr – aber wer weiß ;) Ich hatte das Glück in den beiden Malen zu ganz unterschiedlichen Wetterlagen dort zu sein. 3 Tage Regen – gefühlte 10.000 Wasserfälle, die in jeder Kante der Berge ihren Weg nach unten suchen, Wolken die so tief hängen, dass ich die Bergspitzen nicht annähernd erkennen konnte, und so dicht sind, dass ich die Weite des Fjords nur erahnen konnte. Komplettes Kontrastprogramm waren da die 4 Tage Sonnenschein – ich hatte Sonnenbrand, Sandflies waren überall, das Wasser erstrahlte in einem unglaublichen blau / grün und die See war ruhig wie ein Teich.
Mein ehrlicher Favorit: Regen. Meiner Meinung nach passt so ein Wetter besser zu solch einer Landschaft. Alles wirkt mystischer und geheimnisvoller, die Landschaft ist in eine fast monochromatisch wirkende Farbe eingehüllt – grau dominiert mit ein paar Klecksen an grün. Zudem fand ich das Feeling deutlich besser, bei schlechtem Wetter durch den Fjord zu fahren – ich wurde durchgeschüttelt, musste mich an die Rehling klammern, bekam eine nach der anderen Portion Wasser ins Gesicht gepeitscht und musste mich dick einpacken. Irgendwie alles passender zu dem Fleck Landschaft.
Zu guter Letzt folgen noch ein paar Bilder aus dem Milford Sound und dessen Umgebung :)

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Published by

Daniel Ernst

26 year old self taught photographer. Currently travelling around the world; at the moment New Zealand.

3 thoughts on “Ein letztes mal: Milford Sound”

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